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 F.C.I.-Standard Nr. 270 / 23. 02. 1995 / D

 SIBERIAN HUSKY

 Übersetzung: Mrs. J.Turnbull und Harry G.A. Hinckeldeyn
 Ursprungsland: U.S.A.
 Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 28.11.1990
 Verwendung: Schlittenhund
 Klassifikation F.C.I.: 
 Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp 
 Sektion 1: Nordische Schlittenhunde ohne Arbeitsprüfung

 ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Der Siberian Husky Ist ein mittelgroßer Arbeitshund, schnell,
 leichtfüßig, frei und elegant In der Bewegung. Sein mäßig kompakter, dichtbehaarter Körper, die aufrecht
 stehenden Ohren und die buschige Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische 
 Gangart Ist fließend und anscheinend mühelos. Er Ist nach wie vor äußerst fähig, seine ursprüngliche 
 Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen und leichtere Lasten In mäßigem Tempo über große Entfernungen
 zu ziehen. Die Proportionen und die Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend ausgewogene 
 Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wider. Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; 
 die Hündinnen sind feminin, aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger Kondition,
 mit gut entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.

 GRÖSSE, PROPORTION, SUBSTANZ :
 Widerristhöhe:
 Rüden: 53,34 - 59,69cm (21 - 23,5 inch.)
 Hündinnen: 50,80 - 55,88 cm (20 - 22,0 inch.)
 Gewicht:
 Rüden: 20,40 - 27,2kg (45 - 60,0 pounds)
 Hündinnen: 15,90 - 22,7 kg (35 - 50,0 pounds)

 Das Gewicht steht Im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die genannten Größen und Gewichte 
 bezeichnen die äußersten Grenzen ohne einem Extrem den Vorzug zu geben. Übermäßige Knochen-
 stärke oder Übergewicht sollte bestraft werden. Die Länge des Körpers, gemessen vom Schultergelenk
 bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft ein wenig die Widerristhöhe.
 Ausschließender Fehler : Rüden über 59,69 cm und Hündinnen über 55,88 cm.

 KOPF:
 Ausdruck: durchdringend, aber freundlich; Interessiert und sogar schelmisch.
 
 Augen: mandelförmig, mäßig auseinanderliegend und etwas schräg gelagert. Die Augen können braun
 oder blau sein, wobei ein braunes und ein blaues Auge sowie mehrfarbige Augen zu akzeptieren sind.
 Fehler: zu schräg oder zu dicht beieinander liegende Augen.

 Ohren: von mittlerer Größe., dreieckig, eng beieinanderstehend und hoch angesetzt. Sie sind dick, gut
 behaart, hinten leicht gewölbt, aufrecht stehend, mit leicht abgerundeten, aufgerichteten Spitzen.
 Fehler: zu groß In Verhältnis zum Kopf; zu mit auseinanderstehend; nicht fest aufrechtstehend.

 Schädel: von mittlerer Größe und passend zum Körper, oben leicht gerundet und sich von der 
 breitesten Stelle zu den Augen hin verjüngend 
 Fehler: plumper oder schwerer Kopf; zu fein gemeißelter Kopf.

 Stop: gut ausgeprägt; das Nasenbein ist gerade vom Stop bis zur Nasenspitze 
 Fehler: nicht genügend ausgeprägter Stop.

 Fang: von mittlerer Länge, das heißt, der Abstand von der Nasenspitze bis zum Stop ist gleich dem
 vom Stop bis zum Hinterhauptsbein. Der Fang ist von mittlerer Breite, sich zur Nase hin allmählich 
 verjüngend, jedoch nicht spitz oder breit endend.
 Fehler: Fang entweder zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang.

 Nase: schwarz bei grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben bei kupferfarbenen Hunden;
 bei rein weißen Hunden kann sie fleischfarben sein. Die rosastreifige "Schneenase" Ist zu akzeptieren.

 Lefzen: sie sind gut pigmentiert und eng anliegend.

 Zähne: Scherengebiss
 Fehler : jede Abweichung vom Scherengebiss.

 HALS, OBERE LINIE, KÖRPER

 Hals: mittlere Länge, gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist der Hals so gestreckt, dass der 
 Kopf leicht vorgelagert getragen wird. 
 Fehler: Hals zu kurz und dick, zu lang.

 Brustkorb: Tief und kräftig, aber nicht zu breit; der tiefste Punkt liegt unmittelbar hinter und auf 
 gleicher Höhe mit den Ellenbogen. Die Rippen sind gleich am Ansatz an der Wirbelsäule gut gewölbt, 
 an den Seiten aber flacher, um einen freien Bewegungsablauf zu erlauben.
 Fehler: Brust zu breit; tonniger Brustkorb; Rippen zu flach oder schwach.

 Rücken: gerade und kräftig, mit von den Schulterblättern zur Kruppe waagerecht verlaufender oberen
 Linie. Er Ist von mittlerer Lange, weder verhältnismäßig kurz noch nachgebend wegen übermäßiger
 Länge. Die Lende ist straff und trocken bemuskelt, schmaler als der Rippenkorb und leicht gewölbt.
 Kruppe abfallend, doch niemals so steil, dass das Abfußen der Hinterläufe beeinträchtigt wird.
 Fehler: Matter oder nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende obere Linie.

 Rute: die gut behaarte Rute in Form einer Fuchslunte ist eben unterhalb der oberen Linie angesetzt und
 wird, wenn der Hund aufmerksam ist, üblicherweise in einen eleganten, sichelförmigen Bogen über den 
 Rücken getragen. Dabei soll sich die Rute weder an der einen noch an der anderen Seite des Körpers 
 ringeln, auch soll sie nicht flach auf den Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute Ist normal, wenn
 der Hund ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist mittellang und rundum annähernd gleich 
 lang, wodurch die Rute wie eine runde Bürste aussieht.
 Fehler: angedrückte oder enggeringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute zu tief oder zu hoch 
 angesetzt.

 VORDERHAND:
 Schulter: das Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom Schultergelenk zum Ellenbogen 
 etwas nach hinten gerichtet und nie senkrecht zum Boden. Die Muskeln und Bänder, die die Schulter-
 blätter am Rippenkorb halten, sind straff und gut entwickelt.
 Fehler: steile Schultern; lose Schultern.

 Vorderläufe: von vorne betrachtet, stehen die Läufe in mäßigem Abstand auseinander, parallel und 
 gerade, wobei die Ellenbogen eng am Körper anliegen, weder ein? noch ausgedreht. Von der Seite 
 betrachtet, sind die Vordermittelfüße etwas nach vorne gerichtet; die Vorderfußwurzelgelenke sind kräftig,
 aber biegsam. Die Knochen sind substanzvoll, aber nie schwer. Die Länge der Läufe von Ellenbogen bis 
 zum Boden ist etwas größer als der Abstand von Ellenbogen zum Schulterblattkamm. Afterkrallen an den
 Vorderläufen können entfernt sein.
 Fehler: schwache Vordermittelfüße; zu schwere Knochen; zu enger oder zu weiter Stand; 
 ausgedrehte Ellenbogen.

 Pfoten: oval, aber nicht lang, von mittlerer Größe, kompakt und gut behaart zwischen den Zehen und 
 Ballen. Die Ballen sind widerstandsfähig und dick gepolstert. Bei natürlichen Stand zeigen die Pfoten 
 weder nach innen noch nach außen.
 Fehler: nachgebende oder gespreizte Zehen; Pfoten zu groß und plump zu klein und zart; 
 zeheneng oder zehenweit.

 HINTERHAND: von hinten betrachtet stehen die Läufe In mäßigen Abstand auseinander und parallel. 
 Die Oberschenkel sind gut bemuskelt und kraftvoll, die Knie gut gewinkelt, die Sprunggelenke zeichnen 
 sich gut ab und sind bodennah platziert. Afterkrallen, falls vorhanden, sollen entfernt sein.
 Fehler: gestrecktes Knie, Kuhessig, zu enger oder zu weiter Stand.

 HAARKLEID: das Haarkleid des Siberian Husky ist doppelt und mittellang, hat ein schönes, pelzartiges
 Aussehen, ist aber niemals so lang, dass es die klaren Außenlinien des Hundes verdeckt. Die Unterwolle 
 ist weich und dicht und von genügender Länge, um das Deckhaar zu stützen. Die längeren, steifen Haare 
 des Deckhaares sind gerade und etwas anliegend, nie harsch und nicht gerade abstehend vom Körper. 
 Es sollte beachtet werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des Haarwechsels normal ist. Das 
 Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um die Pfoten herum ist erlaubt, um ein 
 gepflegtes Äußeres zu betonen. Das Trimmen des Haarkleides an jeder anderen Stelle ist nicht 
 verzeihlich und sollte streng bestraft werden.
 Fehler: "langes" raues oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu seidige Textur; getrimmtes 
 Haarkleid, außer in den erlaubten Stellen.

 FARBE: alle Farben von schwarz bis rein weiß sind erlaubt. Eine Vielfalt von Zeichnungen am Kopf ist 
 üblich, einschließlich mancher auffallender Muster, die bei anderen Rassen nicht zu finden sind.

 GANGART: sie ist schwungvoll und scheinbar mühelos. Der Siberian Husky ist flink und leichtfüßig. 
 In Ausstellungsring sollte er an einer locker hängenden Leine in einem mäßig schnellen Trab vorgestellt
 werden, dabei guten Vortritt und Schub zeigend. Der sich im Schritt bewegende Siberian Husky, von 
 vorne nach hinten betrachtet, zeigt keinen bodenengen Gang; doch wenn er schneller läuft, tendieren die
 Läufe nach und nach zur Mitte hin, bis die Pfoten auf eine Linie gesetzt werden, die genau unter der 
 Längsachse des Körpers verläuft. Wenn die Abdrücke der Pfoten sich decken, bewegen sich die Vorder-
 und Hinterläufe geradeaus gerichtet, ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke weder ein- noch 
 ausdrehen. Die Läufe bewegen sich parallel. Während der Bewegung bleibt die obere Linie straff und 
 gerade.
 Fehler: kurze, tänzelnde, unruhige, schwerfällige oder rollende Gangart, kreuzend oder 
 schräg laufend.

 TEMPERAMENT: das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist freundlich, sanftmütig, 
 aufmerksam und kontaktfreudig. Er zeigt nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes, 
 noch ist er allzu misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen Hunden.
 Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Maß an Zurückhaltung und Würde erwartet werden.
 Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer machen Ihn zum angenehmen Gefährten und willigen Arbeiter.

 ZUSAMMENFASSUNG: Die wichtigsten Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Größe,
 angemessene Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie Bewegungen, richtiges 
 Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende Ohren, korrekte Rute und gute Wesensart.
 Bestraft werden sollten schwere Knochen übermäßiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige 
 Gangart, langes, raues Haarkleid. Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder grob erscheinen 
 wie ein Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie ein Rennhund. Rüden und Hündinnen sollen
 erkennen lassen, dass sie zu großer Ausdauer fähig sind. Außer den oben erwähnten Fehlern sind 
 morphologische Fehler die alle Rassen gemeinsam haben, beim Siberian Husky ebenso unerwünscht,
 wie bei jeder anderen Rasse, auch wenn sie hier nicht besonders erwähnt sind.
 Ausschließende Fehler: Rüden über 59,69 cm (23,5 Inch.) und Hündinnen über 55,88 cm (22 Inch.).

 N.B.: Rüden sollen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, 
 die sich vollständig im Hodensack befinden.